{"id":1392,"date":"2020-12-18T10:35:15","date_gmt":"2020-12-18T10:35:15","guid":{"rendered":"https:\/\/fuer-kaliningrad.de\/?p=1392"},"modified":"2020-12-18T10:35:15","modified_gmt":"2020-12-18T10:35:15","slug":"weihnachtsbrief-2020","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fuer-kaliningrad.de\/?p=1392","title":{"rendered":"Weihnachtsbrief 2020"},"content":{"rendered":"<p>Liebe Mitglieder, Freunde und Freundinnen des F\u00f6rdervereins,<\/p>\n<p>am 28.12.1990, also vor 30 Jahren, ging ich an Bord der \u201eAmur\u201c im Hafen von L\u00fcbeck. Mitgeladen waren 12 Tonnen Hilfsg\u00fcter f\u00fcr die Schule 23 in Kaliningrad, die L\u00fcbecker Sch\u00fcler und Studenten gesammelt hatten. Zusammen mit der L\u00fcbecker Hafengesellschaft war der Kontakt hergestellt worden. Um sicher zu gehen, dass die Hilfsg\u00fcter auch bei der Schule ankamen, hatte ich mich entschlossen, mitzureisen. Niemand wollte mich begleiten, also machte ich diese wunderbare, aufregende Erlebnisreise alleine. Nun, allen ist bekannt, dass daraus eine sehr erfolgreiche Zusammenarbeit mit vielen B\u00fcrgern im Kaliningrader Gebiet entstand. 1991, im April, fuhren wir mit 3 Kleinbussen voll Hilfsg\u00fctern und 11 jungen Menschen aus L\u00fcbeck wieder nach Kaliningrad. Im Sommer kamen Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen sowie der Direktor Lasar Fukson und eine Deutschlehrerin nach Schleswig-Holstein und L\u00fcbeck und im Oktober gr\u00fcndeten wir dann den F\u00f6rderverein. Also feiern wir im n\u00e4chsten Jahr unser 30-j\u00e4hriges Jubil\u00e4um.<\/p>\n<p>Nun aber ein kleiner R\u00fcckblick auf das Jahr 2020, in dem viele unserer Vorhaben ja nicht umgesetzt werden konnten. Aber wir waren nicht unt\u00e4tig!<\/p>\n<p>Im Februar konnten wir zum letzten Mal mit 3 Vorstandsmitgliedern Kaliningrad besuchen und entwickelten damals das Konzept f\u00fcr das Projekt \u201cAltenpflege\u201c, gemeinsam mit unseren zuk\u00fcnftigen Partnern. Details dazu, wie wir trotz aller Schwierigkeiten aktiv sein konnten, sind im Anhang nachzulesen.<\/p>\n<p>Aus unserem Projekt \u201eHaus Chance\u201c, das ja nun schon seit 2003 von unseren bis heute hoch engagierten P\u00e4dagoginnen betreut wird, gibt es eine kleine, sch\u00f6ne Erfolgsgeschichte:<\/p>\n<p>Dima war vor 10 Jahren im Haus als zu Betreuender 18-j\u00e4hriger aufgenommen worden. Er machte eine Kochlehre, war aber damit nicht gl\u00fccklich. Er interessierte sich eigentlich f\u00fcr\u00a0Medizin. So halfen ihm die Sozialp\u00e4dagoginnen, einen Platz in einer Fachschule f\u00fcr Medizin zu bekommen. Nach seiner Abschlusspr\u00fcfung gelang es ihm, einen Studienplatz an der Medizinischen Universit\u00e4t in Smolensk zu erhalten. Er studierte flei\u00dfig, kam regelm\u00e4\u00dfig zu Besuch in das \u201eHaus Chance\u201c und in diesem Sommer zeigte er den Betreuerinnen stolz seinen hervorragenden Abschluss: Er ist jetzt Doktor der Medizin und Facharzt f\u00fcr Neurochirurgie!<\/p>\n<p>Auch \u00fcber die sonstige Arbeit des Projektes mit seinen vielen Facetten kann man auf unserer Website mehr erfahren: <strong>www.fuer-kaliningrad.de<\/strong><\/p>\n<p>Nun zu unserem Projekt \u201ePatenschaften&#8221;, das wir seit 1996 durchf\u00fchren. Hier geht es um ganz pers\u00f6nliche Hilfen f\u00fcr einzelne\u00a0 junge Menschen in schwieriger Lebenssituation oder auch junge Familien, die von unseren P\u00e4dagoginnen weiter betreut werden.\u00a0 Jeder hier in Deutschland kann f\u00fcr 25 Euro im Monat so eine Patenschaft \u00fcbernehmen, anonym oder auch im direkten Kontakt. Das Geld wird viertelj\u00e4hrlich ausgezahlt und die jungen Empf\u00e4nger schreiben dann einen Dankesbrief, der von den Mitarbeiterinnen im Hanse-Office Kaliningrad GmbH \u00fcbersetzt wird und wir senden ihn dann an die Paten. Wir w\u00fcrden uns gerade jetzt \u00fcber mehr Patenschaften freuen. Der Bedarf ist gro\u00df!<\/p>\n<p>Eine Frage besch\u00e4ftigt uns zurzeit sehr: Die \u00d6ffentlichkeitsarbeit! Fr\u00fcher hatten wir einen sehr guten Kontakt zu den L\u00fcbecker Nachrichten, der ist nun leider nicht mehr m\u00f6glich. Wie k\u00f6nnen wir unser so langj\u00e4hriges Engagement f\u00fcr Frieden und V\u00f6lkerverst\u00e4ndigung als L\u00fcbecker Verein noch weiterhin bekannt machen? Wie k\u00f6nnen wir neue Mitglieder gewinnen? Eine Website alleine reicht da doch nicht aus! Aber diese wird nun neu best\u00fcckt und ich bitte Euch\/ Sie alle, diese auch zu besuchen und Freunde und Bekannte \u00fcber unsere Arbeit zu informieren. Es gibt ja den alten Spruch \u201eKlappern geh\u00f6rt zum Handwerk\u201c.\u00a0 Denn wir sind ja auch weiterhin auf Spenden f\u00fcr unsere Projekte angewiesen.<\/p>\n<p>An dieser Stelle sagen wir allen unseren gro\u00dfen, <strong>gro\u00dfen Dank,<\/strong> f\u00fcr die Treue und nat\u00fcrlich ganz besonders f\u00fcr die Spenden!<\/p>\n<p>Noch ein Wort zum Kaliningrader Gebiet. Es hat sich zu einem sehr fortschrittlichen beliebten Touristenziel f\u00fcr B\u00fcrger aus Moskau und Sankt Petersburg entwickelt. Wer mit uns in den 90-iger Jahren mal dort war, w\u00fcrde die Stadt kaum wiedererkennen. Besonders zu bemerken ist auch die Tatsache, dass sich sehr viele, vor allem junge Menschen, jetzt f\u00fcr die Geschichte dieses Gebietes interessieren. So treffen sich z.B. jeden Samstag eine gro\u00dfe Gruppe von Freiwilligen zur S\u00e4uberung und Rekonstruierung der Ruine Neman (Ragnit). Eine sehr gro\u00dfe ehemalige Burg an der Njemen (Memel), in der N\u00e4he von Sowetsk (Tilsit).<\/p>\n<p>Der Nationalpark Rominter Heide wird gepflegt und f\u00fcr den sanften Tourismus gestaltet.<\/p>\n<p>Das Gebiet erh\u00e4lt eine neue kulturelle Vielfalt!<\/p>\n<p>Sollte es mal wieder m\u00f6glich sein, w\u00e4re ja auch eine gemeinsame Reise durchaus zu realisieren. Unsere Mitarbeiterinnen im Hanse-Office Kaliningrad werden uns sicher gerne dabei unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Nun w\u00fcnsche ich in dieser ganz besonderen Zeit, dass Ihr\/ Sie viele frohe Stunden in Zufriedenheit und mit gl\u00fccklichen Momenten erleben werdet. Allen unseren Mitgliedern w\u00fcnschen wir Gesundheit und ein Jahr\u00a0 2021 voller Hoffnung mit positiven Entwicklungen.<\/p>\n<p>Gudrun Schmidt-K\u00e4rner<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe Mitglieder, Freunde und Freundinnen des F\u00f6rdervereins, am 28.12.1990, also vor 30 Jahren, ging ich an Bord der \u201eAmur\u201c im Hafen von L\u00fcbeck. Mitgeladen waren 12 Tonnen Hilfsg\u00fcter f\u00fcr die Schule 23 in Kaliningrad, die L\u00fcbecker Sch\u00fcler und Studenten gesammelt hatten. Zusammen mit der L\u00fcbecker Hafengesellschaft war der Kontakt hergestellt worden. 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