Das Haus "Chance" in Kaliningrad


Seit mittlerweile über 10 Jahren besteht das Haus "Chance" in der Mendeleewa Str. in Kaliningrad. Dort können bis zu 12 Waisen- und Sozialwaisen in eigenen Zimmern untergebracht und von den 4 Sozialpädagoginnen betreut werden.

Wie ist die Idee entstanden?

Kinder aus Kinderheimen befinden sich bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres unter der Obhut von Spezialisten der Vormundschafts- und Pflegschaftsorgane.  Danach werden die Jugendlichen in ein selbstständiges Leben entlassen. Aber in dieser Übergangsphase brauchen Jugendliche, die nicht von ihren Eltern unterstützt werden, eine psychologisch-sozialpädagogische Begleitung. So fiel 2002 mit Mitteln der Robert Bosch Stiftung der Startschuss für ein Modellprojekt. Der Förderverein entwickelte unter anderem mit der Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein, der AWO, dem Bildungsministerium des Oblast Kaliningrads und verschiedenen Kinderheimen in Kaliningrad das Projekt. 
2003 begann die ambulante Betreuung, 2004 konnte durch weitere Spenden ein Haus für die stationäre Betreuung gekauft werden. Zur Zeit wird das Projekt durch die schwedische Stiftung "Childhood" und einer russischen Unternehmerin finanziert.

Die Projektziele
Im Haus „Chance“ werden Kinderheimabgänger und mittlerweile auch Jugendliche aus schwierigen sozialen Verhältnissen durch sozialpädagogische Begleitung befähigt, aktuelle Probleme beim Start ins Berufsleben, bei der Wohnungssuche verantwortungsvoll und selbstständig zu lösen.
Auch bei psychischen Problemen unterstützen unsere Fachkräfte.

Arbeitsschwerpunkte

  • Durchführung von Treffen in Kinderheimen mit dem Ziel des Erfahrungsaustausches zwischen ehemaligen Heimkindern und Jugendlichen, die in Kürze das Heim verlassen werden.
  • Bereitstellung eines Wohnplatzes für temporäres Wohnen im Haus „Chance“ für Kinderheimabgänger oder junge Menschen in schwierigen Lebenslagen (insgesamt bietet das Haus zwölf solcher Plätze).
  • Tagesbetreuung der Kinderheimabgänger auf ihrem Weg ins eigenständige Leben, an ihrem Wohnort,  Arbeits- oder Studienplatz.
  • Tagesbetreuung junger Familien, die Kinderheim-abgänger gegründet haben. Auf Initiative einer unserer Sozialpädagoginen ist eine „Mutter-Kind-Gruppe“ gegründet worden die sich gegenseitig unterstützt, und wenn notwendig, auf die Fachkräfte im Haus zurückgreifen kann. Ein schönes Beispiel, wie Hilfe zur Selbsthilfe nachhaltig umgesetzt werden kann.
  • Zusammenarbeit mit Lehrkräften und Studenten der Psychologie und der sozialen Arbeit der Baltischen Föderalen Immanuel-Kant Universität.
  • Die Mitarbeiter des Haus „Chance“ beraten außerdem Behörden im Oblast Kaliningrad, die eine solche Einrichtung für sozial benachteiligte Jugendliche planen. 

Seit April 2012 ist der Kinderschutzbund Heiligenhafen Kooperationspartner. Voneinander lernen und die Durchführung gemeinsamer Projekte in Kaliningrad und Deutschland sind in Vorbereitung; ein erster Besuch der 4 pädagogischen Mitarbeiterinnen erfolgte im Dezember 2012.

Das Team im Haus "Chance": 

Vera Zunskaja, 
P
ädagogin
 Ludmilla Kotönok,
 Pädagogin
 Jekaterina Terchenowa,
Pädagogin
 Anna Antsuta, 
Psychologin
Larisa Kazantceva,
Buchhaltung

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